In diesem Beitrag gehe ich auf die Frage ein, ob digitale Informationsprodukte Betrug sind oder ob sie eine daseins Berechtigung haben.

Wie kann es sein, dass einige Menschen automatisiert mehrere 1.000€ pro Monat über das Internet verdienen und andere Menschen sich ihre Füße im Hamsterrad für 1.500€ Netto abstrampeln?

Digitale Infoprodukte verkaufen kann doch nicht legal sein, oder? 😉

Nach dem Kauf eines digitalen Infoproduktes hat der Kunde nicht wirklich etwas in der Hand.

Er hat eine neue E-mail in seinem Postfach und das war es auch. Dort befindet sich entweder ein Download-Link für ein ebook oder ein Zugang mit Passwort für einen Mitgliederbereich.

Es gibt da draußen ebooks die kosten bis zu 200€ es gibt Videokurse die kosten 997€ oder noch viel mehr.

Hier gibt es ja kaum Grenzen. Aber sind diese enormen Preise für ein digitales Infoprodukt denn überhaupt gerechtfertigt?

Denn wenn dein digitales Produkt ein einziges Mal erstellt ist, dann hast du keine weiteren Produktkosten mehr.

Ist es dann nicht unmoralisch oder sogar Betrug dieses Produkt dann immer wieder für mehrere Hundert Euro zu verkaufen?

Bei echten physischen Produkten musst du von deinen Einnahmen, also von dem Umsatz den du generierst, die Herstellungs- bzw. Produktkosten, die Lagerkosten, Versandkosten und so weiter abziehen… das alles entfällt bei digitalen Produkten.

Aus diesem Grund hast du bei digitalen Infoprodukten auch eine extrem hohe Marge.

Als ich mein allererstes eigenes Online-Business aufgebaut hatte und mein Tripwire für 7€ und meinen Videokurs für 79€ verkauft habe, hatte ich nämlich genau diesen Denkfehler.

Ich dachte mir… Flo das kannst du nicht machen, du kannst doch jetzt nicht 7€ für ein 10 seitiges PDF oder 79€ für einen kleinen Videokurs verlangen.

Das ist doch Betrug und du ziehst doch damit die Leute über den Tisch…

Und diesen Denkfehler hatte ich damals, obwohl ich vorher wochenlang Zeit in Recherchearbeiten sowohl für mein Tripwire als auch für mein Videokurs investiert hatte…

Ich hatte mir damals die drei bestbewertesten Bücher auf Amazon zu dieser Nische bestellt, ich habe mir zig verschiedene Videos dazu angesehen und die wichtigsten und relevantesten Informationen für meine Zielgruppe herausgefiltert und alles auf wenigen Seiten komprimiert zusammengefasst.

Und als dann alles fertig war, habe ich das Produkt hunderte mal über das Internet verkauft. Mir wurde dann erst so richtig klar, dass die Preise 7€ für mein ebook oder 79€ für meinen Videokurs auf jeden Fall gerechtfertigt sind, als die Leute angefangen haben sich dafür bei mir zu bedanken.

Und das war dann ein richtig geiles Gefühl… ich bin nämlich nicht so ein Typ… ich könnte niemals irgendjemanden über den Tisch ziehen und schlechte Produkte ohne Mehrwert für den Kunden verkaufen, wie es leider sehr viele andere Marketer machen.

Ich würde damit einfach nicht klarkommen und könnte wahrscheinlich Nachts kein Auge mehr zumachen.

Jedenfalls war ich sehr erleichtert, als sich die ersten Kunden bei mir für meinen Videokurs bedankt haben.

Und klar habe ich 0€ Kosten, wenn ich jetzt einen neuen Kurs Zugang per e-mail oder ein e-book per e-mail verschick. Und wenn ich ehrlich bin, würde es mir natürlich auch nicht wehtun, wenn ich jetzt mal einen Kurszugang verschenken würde…

Aber was ich mir damals nie vor Augen gehalten habe, ist diese Ganze Zeit, die ich da rein investiert habe, um erstmal an alle Informationen für mein ebook für und für meinen Videokurs zukommen.

Denn es ist schon mit Arbeit verbunden den Videokurs aufzubauen und alles perfekt nach einem roten Faden zusammenzufassen.

Denn bei so einer Erstellung eines Videokurses kann je nach Thema viel Zeit drauf gehen….

Und wenn du diese Zeit, die du da rein investierst mal zusammenrechnest, dann wird man sehr schnell feststellen, dass 79€ für einen Videokurs ein lächerlich geringer Preis ist und dass 79€ allein für diesen Videokurs diese investierte Zeit auf gar keinen Fall ausgleichen kann.

Wir können diesen Videokurs nur so günstig für 79€ anbieten, weil wir ihn beliebig oft kopieren können und tausende male verkaufen können.

Du brauchst also absolut kein schlechtes Gewissen haben, wenn du jetzt Informationen verkaufst, die es sowieso schon da draußen irgendwo im Internet gibt.

Es gibt alle Informationen bereits und jeder kann alles googeln.

Die Information in deinem Videokurs müssen also nicht unbedingt irgendwelche neuen Erkenntnisse sein…. Du musst diese Masse an Informationen, die es da draußen in der Welt gibt, nur zusammenfassen und deinem Kunden Schritt für Schritt dabei helfen, alles nach einem roten Faden umzusetzen.

Genau das, ist der Riesen Vorteil für deinen Kunden.

Denn er muss sich nicht erst wochenlang vor den PC setzen und Recherchearbeiten leisten. Und er muss auch nicht erst jahrelang Erfahrungen sammeln, um das wissen zu diesem speziellen Thema zu bekommen.

Er nimmt mit deinem digitalen Infoprodukt also eine Abkürzung, die ihn Wochenlange Recherchearbeit abnimmt.

Er bekommt alle relevanten Informationen in der richtigen Reihenfolge und auf den Punkt gebracht, sodass er es im besten Fall sofort anwenden kann und Ergebnisse bekommt.

Und deswegen kaufe ich selbst natürlich auch Videokurse und geh auf Seminare, um diese ganze Zeit für Recherchearbeit und so weiter zu sparen.

Ich will dir jetzt Mal zwei kleine Beispiele geben…

Beispiel 1: Vor einigen Jahren hatte ich mir einen Videokurs über Facebook Werbeanzeigen, also einen Facebook Ads Videokurs gekauft.

Der Kurs war recht teuer und hat damals um die 700€ gekostet.

Trotzdem war dieser Kurs eine sehr gute Investition für mich, denn ich habe genau gelernt wie ich jetzt die “perfekten” Werbeanzeigen auf Facebook schalten kann.

Um diese Informationen, die ich in diesem Videokurs bekommen selbst anzueignen, hätte ich wahrscheinlich erst mal 10.000€ in Facebook Werbung “verbrennen” müssen.

Wahrscheinlich hätten 10.000€ dafür noch nicht einmal ausgereicht…

Beispiel 2: Vor einigen Jahren habe ich mal ein Projekt gestartet, in welchem es um eine Art Affiliate Marketing für private Hochschulen in Deutschland ging… Das Projekt ist zwar später gescheitert, aber darum soll es jetzt nicht gehen.

Ich möchte dir nur sagen, dass ich an diesem Projekt damals sehr lange gearbeitet habe und mit sehr lange meine ich fast ein gesamtes Jahr.

In diesem Jahr, als ich daran gearbeitet hatte, habe ich sehr viele Daten gesammelt…. ich habe die Daten von allen privaten Hochschulen in Deutschland gesammelt, mit allen Studiengängen, welche die jeweilige Hochschule anbietet.

Zum Schluss hatte ich eine Excel-Tabelle mit über 2.400 Zeilen. Damals hatte ich einen sehr alten Pc so und meine gesamten Daten mit den verschiedenen Hochschulen mit sämtlichen Studiengängen hatte ich als Datensicherung auf einem kleinen USB-Stick gespeichert.

Irgendwann in mitten des Projektes ist dann auch wirklich der “Super-Gau” passiert und mein alter PC ist kaputtgegangen.

Ich hatte also meine gesamten Daten nur noch auf einem USB-Stick…

Und jetzt passierte Folgendes… Dieser kleine USB-Stick, welcher mich vielleicht 5€ im Einkauf gekostet hatte, war für mich plötzlich mehrere Tausend Euro wert.

Also nicht der physische Datenträger an sich, sondern die Informationen, welche auf diesem USB-Stick gespeichert waren. Die digitalen Informationen auf diesem physischen Gerät, waren auf einmal für mich viel mehr Wert als das physische Gerät, also der USB-Stick selbst.

Und hätte man mir diesen USB-Stick irgendwie weggenommen, dann hätte ich ohne zu zögern locker 2000€ und mehr dafür auf den Tisch gelegt, damit ich diesen USB-Stick wieder bekomme… damit ich meine digitalen Informationen wieder bekomme.

Denn für mich hatten sie einen sehr hohen Wert, weil ich schon viel Zeit dafür investiert hatte….

An dieser Stelle war es dann für mich zum aller ersten Mal so richtig Glasklar: Digitale Informationen können einen enorm hohen Wert haben.

Denke also niemals wie ich es damals tat… dass 7€ für ein ebook oder 97€ für einen Videokurs viel Geld ist. Das ist es nämlich nicht.

Wenn die Informationen in deinem digitalen Infoprodukt nämlich gut sind und wenn du deinen Kunden hilfst viel schneller von a nach b zukommen, dann sind 97€ für einen Videokurs überhaupt nichts und da können noch ganz andere Preise verlangt werden.

Ich bin mit meinen Videokursen mittlerweile von 97€ weggegangen… Aktuell biete ich meine Kurse erst ab 197€ an und trotzdem hat sich darüber kaum jemand beklagt.

Im Gegenteil, ich helfe meinen Kunden weiter, bringen sie viel schneller an ihr Ziel und alle sind zufrieden.

Falls du jetzt also auch noch dieses Mindsetproblem in deinem Kopf hast, was ich damals auch hatte, kann ich dir jetzt sagen, dass es absolut unbegründet ist… Und, dass du es unbedingt ablegen musst.

Heutzutage denke ich sogar genau das Gegenteil, von dem was ich damals gedacht habe. Heutzutage denke ich eher, dass es Betrug ist, wenn ich eine Lösung für ein bestimmtes Problem einer Zielgruppe weiß und ich ihnen kein Angebot mache womit ich ihnen weiterhelfe. Dann ist das meiner Meinung nach viel eher Betrug.

Wenn ich kein Angebot mache helfe ich niemandem weiter. Die Leute bekommen ihr Problem nicht gelöst und ich verdiene natürlich auch kein Geld damit.

Also programmiere dir bitte den folgenden Satz den ich dir jetzt sagen werde in dein Unterbewusstsein ein:

Wenn du die Lösung für ein Problem deiner Zielgruppe hast, dann ist es deine Pflicht deiner Zielgruppe auch ein passendes Angebot, mit dieser Lösung anzubieten, denn sonst ist keinem geholfen.

Hier kannst du dir den Beitrag auch nochmal ausführlicher als Video ansehen:

Bis zum nächsten Mal,

dein Flo